Uhrenpflege in Hamburg Eppendorf

Der Ablauf einer Revision

Am Anfang steht die persönliche Beratung mit einem
Kostenvoranschlag.

Bei jeder Revision zerlegen wir das Uhrwerk in seine
Einzelteile um die verbrauchten Schmierstoffe zu entfernen, defekte oder verschlissene Bauteile zu erkennen und auszutauschen. Bei der Montage werden die Teile auf einwandfreie Funktion geprüft und gegebenenfalls das Höhenspiel der Räder korrigiert oder auch die Unruhe ausgewuchtet, an den vorgesehen Stellen mit unterschiedlichen Ölen und Fetten geschmiert. Nur so lassen sich einwandfreie Funktion und bestmögliche Gangwerte gewährleisten. Hierzu setzen
wir hochmoderne Prüfgeräte ein.

Bei älteren und antiken Uhren sind uns aber auch hier
Grenzen gesetzt, da Ersatzteile teilweise nicht mehr verfügbar sind, auch wenn wir uns größte Mühe geben die notwendigen Teile weltweit aus Altbeständen zu organisieren.
Hier versuchen wir immer vernünftige Kompromisse zu finden um auch Ihr „Schätzchen“ zu retten. Teilweise benötigen für komplizierte Fälle Monate.

Bei den Gehäusen achten wir natürlich ebenfalls auf
einwandfreie Funktion und gegebenenfalls auf Wasserdichtigkeit, wobei wir hier mit Bedacht vorgehen. Nicht jede Dichtung muss automatisch defekt sein und somit auch nicht unbedingt gewechselt werden.

Auf Wunsch arbeiten wir die Gehäuse und Bänder auch optisch
auf.


Häufige Defekte bei mechanischen Uhren durch Abnutzung der Werkteile: 

eingelaufene Radzapfen und Lager, verschlissene Zugfedern, verschlissene Federhäuser


Häufige Defekte bei Quarzuhren: 

eingelaufene Schrittschaltmotorlager, ausgetrocknete Schmierstoffe, defekte Elektronik, Schäden durch ausgelaufene Batterien (vor Allem bei Minderwertigen Qualitäten oder verbrauchten Batterien).Defekte durch Feuchtigkeit: Fast alle Bauteile können korrodieren und so optisch oder auch technisch beschädigt werden.


Defekte durch starken Stoß oder Fall: 

verschobene oder defekte Zifferblätter; Bruch oder Verformung von Radzapfen, Aufzug – bzw. Stellwellen, Unruhwellenzapfen (auch wenn stoßgesichert), Zifferblattfüßen; verbogene Spiralen, defekte Aufzugrotorlager, gebrochene Quarze

Auch die Gehäuse erleiden Defekte durch:


1. Verschleiß: Abrieb und Korrosion, insbesondere bei
vergoldeten oder verchromten Messinggehäusen einhergehend mit teils starkem Materialverlust, aber auch Edelstahl kann im Dichtungsbereich sogenannten „Lochfraß“ bekommen; Aushärten oder auch Verflüssigen aller Dichtungen.

Uhrenpflege in Hamburg Eppendorf

2. Stoß/Fall: Glasbruch, Verformung des Gehäuses selbst bzw.

dessen Anbauteile wie Kronen und Drücker. Nicht alle Schäden lassen sich bereits von außen bzw. auf den ersten Blick erkennen, treten eventuell erst bei einer Demontage zu Tage.

Am Ende steht die Einschalung des Werkes in das Gehäuse,
gegebenenfalls mit Wasserdichtigkeitsprüfung und ein mehrtägiger Testlauf.

Für die meisten Revisionen benötigen wir 4 – 8 Wochen
Lieferzeit, Lieferfähigkeit von Ersatzteilen vorausgesetzt.